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Menschen, die an einer Demenz erkranken, verlernen im Laufe der Krankheit grundlegende Alltagsfertigkeiten. So ist es dem Menschen z.B. irgendwann nicht mehr möglich sich selbst das Frühstück zu richten. In Einrichtungen der Altenhilfe werden die „verlernten Tätigkeiten“ dann in der Regel von Altenpflegern übernommen.

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Diakonie macht mobil: Glücksspirale unterstützt Kauf eines Ford Transits
„Pflege aus einer Hand“ – das möchte die Diakonie Bamberg-Forchheim gerne verwirklichen. Mit der räumlichen Nähe von Diakoniestation, Seniorenzentrum Jörg Creutzer und der Fachstelle für pflegende Angehörige in der Mayer-Franken-Straße 40 ist eine gute Basis dafür vorhanden. Jetzt ergänzt ein von der Glücksspirale bezuschusster Ford Transit das Angebot.

Mit ihm werden nicht nur die Bewohner des Seniorenzentrums auf Tour gehen, von denen einige schon den Bus testeten (das Foto zeigt einige Bewohnerinnen mit Astrid Lämmerer – 1.v.l. – und Silke Strunk vom Sozialdienst des Seniorenzentrums). Der rollstuhlgerechte Bus steht beispielsweise auch als Fahrdienst den Teilnehmern der Betreuungsgruppe für an Demenz erkrankte Menschen zur Verfügung, die sich regelmäßig in der Diakoniestation treffen.
Ein Sprachrohr für die Bewohner:
Im Seniorenzentrum Jörg Creutzer wurde der Heimbeirat gewählt
Sie begrüßen nicht nur neue Bewohner, geben der Hausleitung Rückmeldung zum Alltagsgeschehen im Seniorenzentrum oder bringen Vorschläge für Veranstaltungen ein: Der Hausbeirat eines Seniorenheimes ist das Sprachrohr der Bewohner gegenüber Leitung und Träger. Auch im Forchheimer Seniorenzentrum Jörg Creutzer der Diakonie Bamberg-Forchheim wählten die Bewohner dieser Tage wieder ihre Vertreter. Ludwig Roth ist Vorsitzender, Peter Dippacher sein Stellvertreter. Verstärkt wird das Team durch Anna Hofmann, Margot Weissmann und Edith Reuter. Astrid Lämmerer, Leiterin des Sozialdienstes, organisierte die Wahl und ist erste Ansprechpartnerin für die Beiratsmitglieder. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Beirates bedankte sie sich herzlich bei den bisherigen Mitgliedern für ihr Engagement; Tanja Chrestels als stellvertretende Leiterin des Seniorenzentrums überreichte Blumen. Der Beirat hatte u.a. Anregungen für Ausflüge eingebracht, an Angehörigen-Abenden teilgenommen und den Mitbewohnern aus der Zeitung vorgelesen.

Das Foto zeigt die bisherigen und die neuen Mitglieder des Heimbeirats sowie die Tanja Chrestels (links stehend) und Astrid Lämmerer (rechts stehend).
Nicht nur trockene Zahlen:
„Haus Jörg Creutzer“ lieferte Jahresrückblick einmal anders
In diesem Jahr war das Programm der Jahres-Mitarbeiterversammlung im Seniorenheim „Haus Jörg Creutzer“ des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim etwas anders gestaltet: Die Hausleiterin Andrea Müller stellte nicht die gesamte Managementbewertung vor, sondern ließ Mitarbeitende aus den verschiedenen Arbeitsbereichen des Hauses zu Wort kommen und so einen lebendigen Rückblick auf das Jahr 2007 geben.
Dabei standen im Bereich „Pflege“ zwei große Theme
n im Vordergrund: Angebote für Menschen mit Demenzerkrankungen und Palliativversorgung. So initiierten im vergangenen Jahr die geronto-psychiatrischen Fachkräfte des Hauses zwei unterschiedlich konzipierte Gruppen, in denen die dementiell erkrankten Bewohner gefördert wurden. Eine Gruppe wurde nur von an Demenz erkrankten Menschen besucht, die zweite bezog alle Bewohner eines Wohnbereichs mit ein. „In diesem Bereich ist ein Umdenken nötig, da immer mehr Menschen mit Demenz in unser Haus kommen“, so Andrea Müller, die auch verriet, dass im „Haus Jörg Creutzer“ der zweite, integrative Ansatz weiter verfolgt wird.
In der Begleitung Schwerstkranker und Sterbender konnte der Hospizverein 2007 für eine engere Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim gewonnen werden. Zwei Mitarbeitende machen zudem eine Weiterbildung zu Palliativ-Care-Fachkräften. „Jetzt suchen wir noch einen Arzt, der uns hier unterstützt und medizinisch begleitet“, berichtete die Hausleiterin.
Eine sehr positive Meldung kam aus dem Bereich „Hauswirtschaft“, der im April 2007 zusammen mit den Sozialstationen des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim das Projekt „Essen zu Hause“ gestartet hat. Mittlerweile kocht die Seniorenheim-Küche neben der täglichen Versorgung der Bewohner und Mitarbeiter des eigenen Hauses und des „Haus Johann Hinrich Wichern“ über 50 Essen, die an Kunden nach Hause geliefert werden. Weitere Auslieferungen gehen an den Mittagstisch der Diakonie-Sozialstation in Gräfenberg und an die Christuskirche in Forchheim.
Ein weiteres Thema der Jahresversammlung: Der Rückblick auf den BGW-Preis, der dem Seniorenheim deutschlandweite Aufmerksamkeit und Anerkennung im Bereich Gesundheitsmanagement einbrachte. „Das preisgekrönte Konzept des „Haus Jörg Creutzer“ schlägt auch innerhalb des Diakonischen Werkes Wellen und erste interessierte Kollegen lassen sich über die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter informieren“, freute sich auch Dr. Norbert Kern, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim. Er ehrte am Ende der Versammlung zusammen mit Andrea Müller noch die langjährigen Mitarbeiter des Hauses.
Die Besten kommen aus Forchheim:
„Haus Jörg Creutzer“ auf Platz 1 beim deutschlandweiten BGW-Gesundheitspreis 2007
Die Expertenjury des BGW-Gesundheitspreises war beeindruckt, als sie Anfang Mai das Seniorenheim „Haus Jörg Creutzer“ in Forchheim b
esuchte. Jetzt steht es fest: Mit seinem Engagement im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, also der Mitarbeiter-„Pflege“, ist das Haus, das zum Diakonischen Werk Bamberg-Forchheim gehört, in Deutschland absolute Spitze und wird mit dem 1. Platz belohnt. Andrea Müller, die Leiterin des „Haus Jörg Creutzer“, freute sich sehr über die Nachricht: „Besonders mit unserem schlüssigen Konzept haben wir überzeugt. Wir fördern die Gesundheit unserer Mitarbeiter nicht zufällig oder mit Einzelaktionen, sondern haben das Gesundheitsmanagement gut strukturiert.“ So stehen mobile Regenerationsmanagerinnen – eigens ausgebildete Mitarbeiter des Hauses – für ihre Kollegen bereit, falls diese entspannende oder aktivierende Maßnahmen wie z.B. Massagen benötigen.
Hierbei werden die Seniorenpflegeheime des Diakonischen Werkes Bamberg-Forchheim auch von ihrem Träger unterstützt. „Zusammen mit der AOK Bayern haben wir einen einrichtungsübergreifenden Arbeitskreis ins Leben gerufen. Hier sammeln wir Ideen und Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit unserer Mitarbeiter und geben sie als Anregungen wieder in die Einrichtungen“, berichtet Werner Zeilinger, Abteilungsleiter „Personal und Bildung“ im Diakonischen Werk. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Norbert Kern betont die Wichtigkeit des Gesundheitsmanagements: „Unser Werk ist nichts ohne unsere Mitarbeiter. Ihre Gesundheit zu fördern bedeutet auch, unsere Angebote für Kinder, pflegebedürftige und ältere und ganz allgemein hilfesuchende Menschen zu sichern. Und wenn sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen, spüren das auch die Menschen, die zu uns kommen.“
Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) verleiht den „BGW-Gesundheitspreis“ als Förderpreis für Einrichtungen der stationären Altenpflege und für ambulante sozialpflegerische Dienste. Dotiert ist er mit insgesamt 45.000 Euro, mit denen vorbildliche Aktivitäten in Prävention, im Arbeits- und Gesundheitsschutz gefördert werden.
Nicht nur bis zur Haustür:
Neues Angebot des Diakonischen Werkes liefert Essen bis an den Tisch
Seit Anfang April 07 ist das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim in Forchheim, Gräfenberg und Umgebung in einer neuen Mission unterwegs: „Essen zu Hause“ heißt das Angebot, das eine Alternative zum bisherigen „Essen auf Rädern“ in der Region ist. Die beiden Diakonie-Sozialstationen Forchheim-Ebermannstadt und Gräfenberg-Thuisbrunn-Hiltpoltstein liefern auf Bestellung nicht nur mittags ein Drei-Gänge-Menü, sondern auf Wunsch auch Zwischenmahlzeiten, wie zum Beispiel Nachmittagskuchen und Abendessen. Dabei ist an der Haustür nicht einfach Schluss: Die Mitarbeiter bringen, wenn gewünscht, das Essen bis an den Tisch. Als Ergänzung zur Pflegeleistung können die Kunden auch das Aufdecken, das Einschenken von Getränken und die Unterstützung beim Essen bestellen.
Gekocht werden die Speisen immer frisch im Forchheimer Seniorenheim „Haus Jörg Creutzer“ von Köchen, die sich auch auf die Diätküche verstehen. Ob Normal-, Schon-, Diabetiker- oder vegetarische Kost, auf Wunsch auch geschnitten oder passiert: der neue Service bietet alles, was das Herz begehrt. Ausgeliefert wird von 11:00 Uhr bis 13:30 Uhr und auf speziellem Porzellangeschirr, damit die Speisen die Kunden warm und appetitlich erreichen. Ein besonderer Bonus für Stammkunden: Jede Bestellung wird vermerkt; nach mehreren Bestellungen wird ein Essen gratis geliefert. Die erste Bestellung ist zudem als Probeessen kostenfrei.
Weitere Informationen: Diakonie-Sozialstation Forchheim-Ebermannstadt, Tel. 09191-13 44 2; Diakonie-Sozialstation Gräfenberg-Thuisbrunn-Hiltpoltstein, Tel. 09192- 99 74 30; „Haus Jörg Creutzer“, Tel. 09191-70 17 0.
